Zusammenführung der operativen Geschäfte baut auf langjähriger Zusammenarbeit auf

Zusammenschluss auf den Weg gebracht

Diakonie München-Moosach und Diakonisches Werk Freising künftig unter dem gemeinsamen Dach der
Stiftung zusammen. tun.

Verbundenheit mit dem Sozialraum bewahren

Die Stiftung zusammen. tun. geht gemeinsam mit der Diakonie München-Moosach und dem Diakonischen Werk Freising den nächsten Schritt: Zum 1. Januar 2027 werden beide diakonischen Träger vollständig unter das Dach der Stiftung zusammen. tun. treten. Die entsprechenden Übertragungsverträge wurden am 3. November 2026 in der Geschäftsstelle der Stiftung zusammen. tun. am Stanigplatz unterzeichnet.

„Wir bündeln unsere Kräfte, Kompetenzen und Erfahrungen, damit soziale Angebote auch unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen verlässlich bestehen können“, sagt Dominik Grimm, Vorstand der Diakonie München-Moosach. „Uns verbindet ein gemeinsames diakonisches Werteverständnis und der Anspruch, für Menschen da zu sein – unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder persönlicher Lebenssituation.“ Josephine von Brühl, Vorständin des Diakonischen Werks Freising, ergänzt: „Kuratorium und Vorstand des Diakonischen Werks Freising haben diesen Zusammenschluss über zwei Jahre aktiv vorangetrieben und mitgestaltet. Als Verein hätten wir langfristig nicht die Ressourcen, um die wertvolle Arbeit in Freising aus eigener Kraft zu erhalten. Im Verbund mit der Stiftung zusammen. tun. und der Diakonie München-Moosach nutzen wir Synergien, gewinnen an Professionalität und schaffen ein tragfähiges Netzwerk, das langfristig für die Menschen in unserer Region da ist.“

Mit dem Zusammenschluss entsteht ein leistungsfähiger diakonischer Verbund, der soziale Angebote im Münchner Norden und in Freising langfristig sichert und weiterentwickelt. Die Diakonie München-Moosach und das Diakonische Werk Freising bleiben als Fördervereine bestehen und werden die Arbeit der Stiftung unterstützen und ihre Verbundenheit mit den jeweiligen Sozialräumen bewahren. Ebenso bleiben auch alle Einrichtungen und Angebote erhalten.
 

Bewährte Angebote bleiben erhalten
Für die Menschen, die die Angebote der drei Träger nutzen, ändert sich zum Jahreswechsel kaum etwas, alle Einrichtungen, Dienste und Ansprechpersonen bleiben erhalten. Die Arbeit in den jeweiligen Sozialräumen wird fortgeführt. Ziel ist es, die gewachsenen Beziehungen vor Ort zu bewahren und zugleich die organisatorischen Voraussetzungen für eine nachhaltige Weiterentwicklung zu schaffen.


Die Diakonie München-Moosach bringt ihre Angebote im Stadtteil Moosach und in angrenzenden Stadtgebieten in den gemeinsamen Verbund ein. Dazu gehören der OLY Kindertreff, der Begleit- und Fahrdienst, der Seniorenclub „Lebensfreude“, die Nachbarschaftshilfe „Nachbarn in Moosach“, die Hilfe für Menschen mit Fluchtgeschichte „Miteinander leben in Moosach“, die heilpädagogische Tagesstätte, sowie die Allgemeine Sozialberatung der KASA (KASA steht für Kirchlich-Allgemeine Sozialarbeit). „Für uns ist entscheidend, dass die Angebote in Moosach erhalten bleiben und gleichzeitig eine langfristig tragfähige organisatorische Grundlage bekommen“, sagt Dominik Grimm. „Unsere Mitarbeitenden verfügen über eine hohe Fachlichkeit und kennen die Menschen und den Sozialraum sehr gut. Durch den Zusammenschluss können wir diese Nähe bewahren und zugleich auf gemeinsame Verwaltungs- und Leitungsstrukturen zurückgreifen. Das stärkt unsere Arbeit und entlastet uns dort, wo ein kleiner Träger Aufgaben nicht dauerhaft allein tragen kann.“


Das Diakonische Werk Freising e.V. begleitet Menschen in belastenden Lebenssituationen und Notlagen im Landkreis Freising und Erding und bietet ihnen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensform Beratung, Schutz und Unterstützung an. Zu den Einrichtungen, die der Verein in die Stiftung einbringt, gehören unter anderem die Flüchtlings- und Integrationsberatung, psychologisch-therapeutische Angebote für Geflüchtete und ein Dolmetscher-, Sprach- und Kulturmittlungsprojekt. Im Bereich häuslicher und sexualisierter Gewalt umfasst das Angebot ein Frauenhaus, das Second-Stage-Projekt zur Begleitung von Frauen beim Übergang in ein eigenständiges Leben sowie eine Fachberatungs- und Interventionsstelle. Die Allgemeine Sozialarbeit beinhaltet die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) in Freising und Erding, die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit im Landkreis Freising, eine psychoonkologische Beratungsstelle sowie das Projekt „Zusammen Halt Finden“ zur Unterstützung von Kindern und Familien in schweren Krankheits- und Trauersituationen. „Unsere Angebote unterstützen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und leisten einen wesentlichen Beitrag zu sozialer Teilhabe und einem solidarischen Miteinander in der Region“, betont Josephine von Brühl, Vorständin des Diakonischen Werks Freising. „Diakonie versteht sich als gelebte Nächstenliebe und das geht uns alle etwas an. Mit dem Zusammenschluss sichern wir die wertvollen Tätigkeitsfelder in Freising und schaffen stabile Strukturen für alle Mitarbeitenden.“
 

Dr. Stefan Fröba (Vorstand der Stiftung zusammen. tun.), Philipp Blümle (Geschäftsführer des Diakonischen Werks Freising), Josephine von Brühl (Vorständin des Diakonischen Werks Freising), Dominik Grimm (Vorstand der Diakonie München-Moosach) und Gereon Kugler (Vorstand der Stiftung zusammen. tun.).

Jahrelange Zusammenarbeit wird zur gemeinsamen Trägerschaft

Die nun vertragliche Vereinbarung einer festen Zusammenführung der operativen Geschäfte der beiden Träger in die Stiftung zusammen. tun. baut auf einer langjährigen Zusammenarbeit auf. Die Diakonie Hasenbergl und das Diakonische Werk Freising kooperieren bereits seit 2023 eng. Zunächst unterstützten Mitarbeitende der Diakonie Hasenbergl den Freisinger Träger im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags unter anderem in der Personal- und Lohnbuchhaltung. Zudem übernahm die Diakonie Hasenbergl im Rahmen eines Managementvertrags auch die operative Geschäftsführung des Diakonischen Werk Freising. Auch mit der Diakonie München-Moosach besteht seit mehr als zwei Jahren eine enge fachliche Zusammenarbeit. Die Träger haben sich unter anderem zu Fragen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, der Senioren- und Stadtteilarbeit, der Sozialberatung und der heilpädagogischen Arbeit ausgetauscht. Die Zusammenarbeit hat gezeigt, dass die Organisationen fachlich und in ihrem Selbstverständnis gut zusammenpassen.

„Unsere Kooperationen haben deutlich gemacht, dass wir nicht nur ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen, sondern auch ein gemeinsames Verständnis davon haben, wie diakonische Arbeit gestaltet werden soll“, sagt Dr. Stefan Fröba. Gemeinsam mit Gereon Kugler ist der Sozialpädagoge Vorstand der Stiftung zusammen. tun. „Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und schaffen eine gemeinsame Grundlage für die Zukunft.“

„Die Zusammenarbeit mit der Diakonie Hasenbergl und auch der Stiftung zusammen. tun. hat die Grundlage dafür geschaffen, die Strukturen der Diakonie Freising zu stabilisieren und unsere Angebote zukunfts- und wirkungsorientiert weiterzuentwickeln“, erklärt Philipp Blümle, bisheriger Geschäftsführer des Diakonischen Werks Freising. „Mit dem Zusammenschluss schaffen wir nun eine noch bessere Grundlage für die Zukunft. Wir können Verwaltungsaufgaben und Fachkompetenzen gemeinsam organisieren, ohne unsere regionale Identität aufzugeben. Für unsere Mitarbeitenden und die Menschen, die unsere Angebote nutzen, bedeutet das vor allem mehr Sicherheit und Verlässlichkeit.“ Auch die bisherige Kooperation hat gezeigt, dass die Träger gut zusammenarbeiten. „Wir haben in den vergangenen Jahren erlebt, dass die Mentalitäten, Werte und fachlichen Haltungen gut zusammenpassen“, so Philipp Blümle weiter. „Der jetzt vereinbarte Zusammenschluss ist deshalb eine konsequente Weiterentwicklung unseres gemeinsamen Weges.“
Dominik Grimm ergänzt: „Wir geben unsere Verantwortung für die Angebote nicht ab, sondern stellen sie gemeinsam auf eine breitere und zukunftssichere Grundlage. Die Identität der Diakonie München-Moosach und die enge Verbindung zu den Menschen in Moosach bleiben dabei wichtige Bestandteile unserer Arbeit.“ Für die Diakonie München-Moosach bedeutet die neue Trägerstruktur, dass die bewährten Angebote vor Ort fortgeführt und zugleich durch gemeinsame fachliche und administrative Ressourcen gestärkt werden können.

Mehr gemeinsame Kompetenz, weniger Verwaltungsaufwand
„Durch den Zusammenschluss können Verwaltungs- und Leitungsaufgaben gebündelt, Zuständigkeiten klarer organisiert und vorhandene Kompetenzen gemeinsam genutzt werden“, erklärt Gereon Kugler, Vorstand der Stiftung zusammen. tun.  „Einsparungen bei administrativen Strukturen sollen dazu beitragen, die fachliche Arbeit dauerhaft abzusichern.“ Gerade für kleinere Träger ist es zunehmend schwierig, die Kosten für Verwaltung, Organisation und gesetzlich notwendige Anforderungen und Strukturen allein zu finanzieren.
„Der Zusammenschluss verbindet die Vorteile eines größeren Trägers mit der Stärke regionaler Verwurzelung“, betont Philipp Blümle. „Die Menschen in Freising haben weiterhin die vertrauten Anlaufstellen und verlässliche Ansprechpartner*innen. Gleichzeitig profitieren unsere Einrichtungen von stabileren Strukturen und gemeinsamen Kompetenzen.“


Mitarbeitende werden umfassend informiert
Für die Mitarbeitenden ändert sich nichts, ihre Arbeitsplätze bleiben bestehen. Nach der Unterzeichnung der Übertragungsverträge werden alle Mitarbeitenden in den kommenden Wochen noch einmal postalisch über den anstehenden Betriebsübergang in die Stiftung zusammen. tun. informiert. Sämtliche Arbeitsverhältnisse werden nach den gesetzlichen Vorgaben auf die Stiftung zusammen. tun. übertragen. „Wir wissen, dass ein solcher Schritt Fragen und auch Unsicherheiten auslösen kann“, sagt Dominik Grimm. „Deshalb ist uns wichtig, unsere Mitarbeitenden frühzeitig, umfassend und verlässlich zu informieren. In den letzten Monaten gab es viele Möglichkeiten, Fragen zum Zusammenschluss und Betriebsübergang zu stellen und gemeinsam in den Austausch zu gehen über Gedanken aber auch Sorgen. Nicht zuletzt haben der fachliche Austausch und die enge Zusammenarbeit in den letzten Monaten bereits für ein Gemeinschaftsgefühl gesorgt. Sorgen, dass einzelne Mitarbeitende dem Zusammenschluss nicht zustimmen, gebe es keine, schließlich haben die Mitgliederversammlungen der beiden diakonischen Träger in Freising und Moosach einstimmig der Zusammenarbeit unter künftig einem Dach zugestimmt. 

Gemeinsam für die Menschen in der Region
Mit dem Zusammenschluss wächst die Stiftung zusammen. tun. zu einem größeren diakonischen Träger mit einem erweiterten Angebot an sozialen Dienstleistungen. Sie wird künftig für noch mehr Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen da sein und ihre Arbeit in weiteren Sozialräumen verankern. Dabei bleibt die Nähe zu den Menschen ein zentraler Anspruch. Die Einrichtungen und Dienste sollen weiterhin dort wirken, wo sie gebraucht werden – in den Stadtteilen, Gemeinden und Nachbarschaften. Gleichzeitig ermöglicht der gemeinsame Verbund, fachliche Kompetenzen zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Angebote zu entwickeln. „Unser gemeinsames Fundament ist die diakonische Identität: soziale Verantwortung, Menschlichkeit, Solidarität und der Einsatz für Teilhabe“, sagt Dr. Stefan Fröba, Vorstand der Stiftung zusammen. tun.. „Darauf bauen wir unsere Zukunft.“

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