Miteinander ein Zeichen setzen für Vielfalt - Kunst verbindet
Wir setzen ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein Miteinander in Vielfalt. Gerade in sozialen Brennpunkten, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensrealitäten aufeinandertreffen, braucht es Räume für Dialog.
Ein Fußball-Kunst-Projekt?
Anfang Juli haben wir den Platz vor unserem Nachbarschaftstreff Blauer Punkt wieder in unser Pop-Up-Malatelier verwandelt und haben mit der kreativen Unterstützung der Kinder und Jugendlichen aus dem Quartier, der Familien und Nachbar*innen, aber auch unserer Kolleg*innen, von Mitgliedern der Kirchengemeinde und Schüler*innen der umliegenden Schulen einen bunten Treffpunkt neu gestaltet.
WOW!
Wo zum Projektstart noch hässliche Schmierereien die Betonwand des ehemaligen Trambahnwartehäuschens am Goldschmiedplatz verunstaltet haben, strahlte nur fünf Tage später ein buntes, farbenfrohes, positives und optimistisches Kunstwerk.
Warum wir unser Projekt starten wollten:
Wo Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensrealitäten aufeinandertreffen, braucht es Räume für Dialog und gemeinsame Gestaltungsprozesse. Kunst als universelle Sprache kann Brücken bauen, wo Worte an Grenzen stoßen. Deshalb haben wir im Sommer 2026 die Betonwand des Wartehäuschens an der ehemaligen Trambahnhaltestelle „Goldschmiedplatz“ gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen unseres Sozialraums noch einmal gestaltet und zu einem einzigartigen Kunstprojekt zum Mitmachen eingeladen.
In unserer Einladung verbinden wir gemeinsames Gestalten mit Fußball - und das hat gute Gründe:
- gleichzeitig zu unserem Gestaltungsprojekt hat die Finalrunde der Fußballweltmeisterschaft 2026 in USA, Kanada und Mexiko stattgefunden
- Anhänger*innen verschiedener Fußballfans haben unser vorheriges Kunstprojekt, das in 2025 ebenfalls im Rahmen eines öffentlichen Gestaltungsprojekts zum Thema „Begegnung“ entstanden ist, mit Schmierereien zerstört.
- In München gibt es zwei große Fußballclubs, deren Fans nicht immer respektvoll miteinander umgehen.
- Das Thema Fußball verbindet, stellt Fairness und Miteinander in den Mittelpunkt.
- Der international bekannte Künstler Marian Kretschmer hat unser Gestaltungsprojekt in dieser Woche begleitet und auch kunsttherapeutisch geleitet.
Im Mittelpunkt von „Kunst verbindet“ steht Inklusion, Teilhabe und die Stärkung von gesellschaftlichem Zusammenhalt. Durch die partizipative, niedrigschwellige und kreative Herangehensweise sprechen wir Menschen an, die von klassischen Bildungsangeboten oft nicht erreicht werden. Das Projekt zeigt: Vielfalt ist keine Belastung, sondern eine Bereicherung – und Kunst kann der Schlüssel dazu sein.
Was wir mit unserem Projekt erreichen wollten - und erreicht haben:
- Sichtbare Zeichen setzen: Durch eine einwöchige, partizipative Gestaltungsaktion (Malen, Sprayen, Collagen) entsteht ein großflächiges Kunstwerk im öffentlichen Raum, am Goldschmiedplatz im Münchner Hasenbergl. Das Werk thematisiert Freundschaft, Kultur, Vielfalt und Respekt – und bleibt über die WM 2026 hinaus als Inspiration und farbenfroher Treffpunkt erhalten.
- Gemeinschaft stärken: Menschen aus dem Viertel – insbesondere Jugendliche, aber auch Anwohnende im Allgemeinen und Fußballfans – gestalten gemeinsam und lernen sich durch den kreativen Prozess neu kennen.
Es war für alle etwas dabei, denn wer eine kleine Auszeit vom Malen nehmen wollte, wurde durch das vielseitige Rahmenprogramm gut unterhalten: Wir konnten etwas über gesunde Ernährung lernen und genießen, wir konnten Trommeln lernen, T-Shirts und Taschen drucken, der Kinderchor hat gesungen, Spiel- und Sportmöglichkeiten gab es zum Ausprobieren.